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Master in Psychologie: Zugang, NC und Approbation

Der M.Sc. Psychologie gehört zu den begehrtesten Mastern. Wie hoch der NC ist, was der approbationsorientierte Master seit der Reform 2020 bedeutet und worauf du achten musst.

Redaktion Bachelor zu Master · 8 Min. Lesezeit · Aktualisiert 20. Juni 2026
Besonders relevant für: Psychologie-BachelorabsolventenAngehende Psychotherapeuten

Der Master of Science in Psychologie zählt zu den am stärksten nachgefragten Studiengängen überhaupt. Das hat Folgen für die Zulassung und macht das Fach zu einem Sonderfall unter den Mastern. Hinzu kommt seit 2020 eine grundlegende Reform, die den Weg zur Psychotherapie neu ordnet. Wer hier den falschen Master wählt, verbaut sich unter Umständen einen ganzen Berufsweg.

Warum ist der Master in Psychologie so schwer zugänglich?

Psychologie ist bereits im Bachelor eines der begehrtesten Fächer, und dieser Andrang setzt sich im Master fort. Weil sich sehr viele qualifizierte Bachelorabsolventen auf eine begrenzte Zahl an Masterplätzen bewerben, entsteht an staatlichen Hochschulen fast überall ein hoher Numerus Clausus.

Wie ein NC genau zustande kommt, erklären wir ausführlich im Ratgeber NC im Master. Kurz gesagt: Der Grenzwert ist das Ergebnis des Auswahlverfahrens und schwankt jährlich. In der Psychologie liegen die Werte an staatlichen Universitäten regelmäßig im Einserbereich, besonders bei klinisch ausgerichteten Programmen. Das macht den Zugang zu einem der kompetitivsten im gesamten Masterbereich.

Was hat die Reform des Psychotherapeutengesetzes verändert?

Am 1. September 2020 ist das reformierte Psychotherapeutengesetz in Kraft getreten. Es hat die Ausbildung zum Psychotherapeuten von Grund auf umgestellt. Früher folgte auf das Psychologiestudium eine mehrjährige, teils sehr teure Zusatzausbildung.

Heute führt ein Direktweg zur Approbation: ein polyvalenter Bachelor, ein darauf abgestimmter klinischer Master und anschließend eine Staatsprüfung, die mit der Approbation abschließt. Statt einer nachgelagerten Ausbildung auf eigene Kosten ist die Qualifikation damit ins reguläre Studium integriert. Für die anschließende fachliche Vertiefung gibt es weiterhin eine Weiterbildung, doch die Approbation selbst erwirbst du nun über das Studium.

Was bedeutet polyvalenter Bachelor und approbationsorientierter Master?

Diese beiden Begriffe sind der Kern der Reform. Ein polyvalenter Bachelor in Psychologie qualifiziert sowohl für den klinischen, approbationsorientierten Master als auch für andere Psychologie-Master mit anderen Schwerpunkten, vorausgesetzt, du hast die geforderten klinisch-psychologischen Module belegt.

Der approbationsorientierte Master dagegen ist eng auf den klinischen Kontext zugeschnitten und trägt meist die Bezeichnung “Klinische Psychologie und Psychotherapie”. Anders als im Bachelor ist hier keine Polyvalenz mehr möglich, weil die gesetzlichen Vorgaben so stark spezialisiert sind. Entscheidend ist eine Bedingung, die viele unterschätzen: Zu einem approbationskonformen Master wirst du nur zugelassen, wenn schon dein Bachelor die Vorgaben der Approbationsordnung erfüllt. Fehlende Inhalte lassen sich im Master nicht nachholen.

Führt jeder Psychologie-Master zur Approbation?

Nein, und das ist der wichtigste Punkt für deine Studienwahl. Nicht jeder Master mit “Psychologie” im Titel berechtigt zur Approbation. Nur ein ausdrücklich approbationskonformer Master mit klinischem Schwerpunkt öffnet den Weg zur Staatsprüfung und damit zum Beruf des Psychotherapeuten.

Andere Psychologie-Master, etwa in Arbeits- und Organisationspsychologie, Wirtschaftspsychologie oder Kognitionswissenschaft, sind fachlich anspruchsvoll und beruflich wertvoll, führen aber nicht zur Approbation. Prüfe deshalb vor jeder Bewerbung genau, welches Berufsziel ein Programm bedient. Wie du Studiengänge systematisch nach deinen Zielen vergleichst, zeigt der Ratgeber den richtigen Master finden.

Wie komme ich trotz hohem NC in den Psychologie-Master?

Wenn deine Bachelornote nicht sicher im geforderten Bereich liegt, hast du dennoch Optionen. Viele private Hochschulen verzichten auf einen NC und lassen über andere Kriterien zu, verlangen dafür aber Studiengebühren. Achte hier besonders darauf, dass ein solches Programm tatsächlich approbationskonform ist, falls du die Psychotherapie anstrebst.

Auch das Streuen der Bewerbungen über mehrere Hochschulen erhöht deine Chancen deutlich. Welche Wege es abseits der harten Notengrenzen gibt, findest du in unserem Überblick zu Mastern ohne NC. Und weil gerade Psychologie-Bewerbungen oft Motivationsschreiben und Eignungsprüfungen verlangen, lohnt sich ein Blick in die Anleitung zur Masterbewerbung, bevor du deine Unterlagen einreichst.

Der Psychologie-Master ist anspruchsvoll im Zugang und folgenreich in der Wahl. Wer die Reform verstanden hat und den passenden Studiengangstyp gezielt ansteuert, trifft eine Entscheidung, die den gesamten weiteren Berufsweg trägt.

Häufige Fragen

Führt jeder Psychologie-Master zur Approbation?

Nein. Nur ein approbationskonformer Master mit Schwerpunkt Klinische Psychologie und Psychotherapie berechtigt zur Staatsprüfung. Andere Psychologie-Master sind fachlich wertvoll, aber nicht approbationsberechtigt.

Wie hoch ist der NC im Psychologie-Master?

An staatlichen Hochschulen ist der Zugang stark beschränkt und die Grenzwerte liegen oft im Einserbereich. Private Hochschulen verzichten häufig auf einen NC, kosten dafür aber Studiengebühren.

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